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1.2.03    00:04     1 Kommentar(e)

4 - Wankend in der Mitte

»Er sah nach links und rechts und an der Außenmauer nach oben - nirgends eine Feuerleiter oder ein Regenrohr, woran er hätte hinausklettern können. Und warum sollte er wohl nackt hinausklettern? Onno schaute noch im Wandschrank und unter dem Bett nach, dann blieb er wankend in der Mitte des Zimmers stehn. Er mußte jetzt genau überlegen. Wenn Quinten nicht hier war und wenn er nicht durch die Tür hinausgegangen sein konnte und auch nicht durchs Fenster, dann blieb nur eine einzige Schlußfolgerung: Es war etwas geschehen, was schlicht und einfach nicht möglich war.«

Harry Mulisch,
Die Entdeckung des Himmels

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3 - Kling Klang Klung

»Anschließend schaue ich beim Optiker vorbei, und als ich - kling klang klung, klung, klang, kling - reinkomme, stürzt mir ein irischer Setter entgegen, der mir seine Hundeleine leihen möchte, damit wir ein paar Runden drehen. Die Optikerin zieht an ihren Schubladen und fragt: »Wie war der Name? Owohlt?« - »Nein«, sage ich, »Rrrrowohlt.« Dem Setter fällt die Leine aus dem Maul und er knurrt enttäuscht zurück.«

Harry Rowohlt,
Pooh's Corner II

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2 - Mit kleinem Schritte

»Als ich aus dem Haustor mit kleinem Schritte trat, wurde ich von dem Himmel mit Mond und Sternen und großer Wölbung und von dem Ringplatz mit Rathaus, Marienkirche und Kirche überfallen.«

Franz Kafka,
Gespräch mit dem Betrunkenen

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00:01     3 Kommentar(e)

1 - König des Morgengrauens

»Als ich aus der Haustür trat, hatte es zu schneien begonnen. Ich eilte auf die verlassene Plaza de Cataluña. In der Mitte erhob sich einsam die Gestalt eines Mannes mit weißem Haar, der in einem grauen Mantel steckte. König des Morgengrauens, schaute er zum Himmel empor und versuchte vergeblich, mit den Handschuhen Schneeflocken zu erhaschen, lachend. Als ich an ihm vorbeiging, schaute er mich an und lächelte feierlich, als könnte er mit einem einzigen Blick meine Seele lesen.
"Viel Glück", glaubte ich ihn sagen zu hören.«

Carlos Ruiz Zafón,
Der Schatten des Windes

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